Wie ist der Zauberwürfel aufgebaut? Und wie wird er gelöst?

Im zweiten Teil der Serie um Wissenswertes über Zauberwürfel und Speedcubing geht es diesmal um einen etwas genaueren Blick auf den Cube. Aber keine Angst, ich erkläre jetzt hier nicht die gesamte Lösung. Es soll auch für „Non-Cuber“ verständlich und hoffentlich auch interessant bleiben.

Um vom gemischten Würfel mit seinen 43 Trillionen möglichen Stellungen zum gelösten Würfel zu gelangen, muss das Problem in Teilschritte gegliedert werden. Das wird leicht ersichtlich, wenn man sich den Aufbau eines Zauberwürfels anschaut.

Rechts sieht man einen ziemlich alten Zauberwürfel, den ich vor Jahren für Wikipedia aufgenommen habe, um das Prinzip zu erklären. Hinter den (einfarbigen) Centersteinen verbirgt sich ein Achsenkreuz. Die Center können also untereinander nicht die Plätze tauschen.

Zwischen jeweils zwei Centern haken sich die 12 (zweifarbigen) Kanten ein. Und die 8 (dreifarbigen) Ecksteine werden durch die Kanten eingeklemmt. Jeder Kantenstein ist hat seine zwei Farben eine eindeutige Position auf dem Würfel, nämlich zwischen den 2 Centern mit den gleichen Farben. Ebenso die Ecken, deren Platz von den drei angrenzenden Centern bestimmt ist. Die Gelb-Rot-Grüne Ecke gehört also an den Platz zwischen den Centern Gelb, Rot und Grün. Hier die Teile nochmal einzeln. Achsenkreuz mit den 6 Centern, dann die 12 Kantensteine und die 8 Ecksteine:

Bei moderneren Speedcubes sind die Teile zwar nicht mehr so klotzig konstruiert, aber das Prinzip ist das Gleiche.

Doch wie kommt man nun von dieser Erkenntnis zu einer Lösung in Teilschritten? Zunächst einmal gilt: Es werden NICHT einzelne einfarbige Sticker gelöst, sondern mehrfarbige Steine. Eine einzelne Farbe lässt sich nicht woanders hindrehen. Das ist eigentlich eine gute Nachricht: Wir müssen nicht 6×9 (also 54) Farbsticker lösen, sondern nur 20 Steine (12 Kanten und 8 Ecken).

Somit ergibt es auch keinen Sinn, den Zauberwürfel Farbe für Farbe lösen zu wollen. Vielmehr bietet sich eine Lösung nach Ebenen an. Man könnte auch sagen: Nach Etagen: Untere, mittlere und obere Etage. Weiterlesen

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Wie viele verschiedene Stellungen gibt es auf dem Zauberwürfel?

Als erste Frage in der Artikelserie über Wissenwertes rund um den Zauberwürfel soll es hier darum gehen, wie viele verschiedene Positionen der Rubik’s Cube einnehmen kann, wenn man ihn vermischt. Diese Zahl wird gerne und häufig zitiert, und sie ist wirklich beeindruckend:

  • 43.252.003.274.489.856.000 Stellungen

Das sind gut 4,3 x 1019 Stellungen („4,3 mal 10 hoch 19“). Oder, wenn man es gerne vorlesen möchte:

  • 43 Trillionen
  • 252 Billiarden
  • 3 Billionen
  • 274 Milliarden
  • 489 Millionen
  • 856 Tausend

Und es sind NICHT „über 43 Quintillionen“, wie man auch ab und zu mal hört. Das kommt daher, dass wir im deutschen Sprachraum die „lange Skala“ verwenden und zum Beispiel im Englischen Sprachraum die „kurze Skala“ üblich ist. Nach der Million kommt bei uns nicht gleich die Billion, sondern erst einmal die Milliarde. Näheres auf Wikipedia unter Lange und kurze Skala. Auf Englisch wäre diese riesige Zahl also „43 quintillion, 252 quadrillion, 3 trillion, 274 billion, 489 million and 856 thousand“. Weiterlesen

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Der Rubik’s Connected und der Cubeast Timer

Nachdem ich im vorigen Video und Artikel ja bereits gezeigt habe, wie sich der Rubik’s Connected Smartcube in der gleichnamigen Original-App so macht, geht es diesmal um die Zusammenarbeit mit dem Cubeast Timer, der ja bekanntlich quasi alle aktuellen 3×3-Smartcubes unterstützt.

Und da Cubeast mit allen drei Cubes gleich gut arbeitet, zeige ich diesmal ein paar Funktionen und Bereiche, die bisher noch nicht besprochen wurden: Beispielsweise Logs und Statistics, die man filtern kann. Und das Arbeiten mit Sessions, für die man auch unterschiedliche Regeln definieren kann. Dank Sessions versauen z.B. die Screen-Solves oder die Einhand-Solves nicht die Statistik für die (schnelleren) normalen Speedsolves. Auch die Verwendung von Cubeast mit verschiedenen Smartcubes und das Wechseln des „Main Cube“ wird gezeigt. Viel Spaß: Weiterlesen

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Rubik’s Connected (Smartcube und App)

Weiter geht es mit der Serie über BluetoothSmartcubes. Nach den Artikeln und Videos zum Giiker Smartcube (Supercube App, Hakatashi Timer, Giiker mit Cubeast) wenden wir uns nun dem Rubik’s Connected zu – einem gemeinsam von Rubik’s und GoCube entwickelten Smartcube, der – jedenfalls bei mir – wesentlich stabiler läuft als mein Giiker (der ersten Generation). In etwa einem halben Jahr hatte ich mit dem Rubik’s Connected noch nicht einen einzigen Synchronisationsfehler.

Zunächst geht es um die App, die offiziell für den Rubik’s Connected Smartcube vorgesehen ist. Sie heißt ebenfalls Rubik’s Connected und kann mit diesen Links auf dem Smartphone installiert werden:

Im Video zeige ich die aktuelle Android-Version. Wie Ihr sehen werdet, unterscheidet die App am unteren Rand fünf Haupt-Bereiche: Weiterlesen

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Der Cubeast-Timer mit dem Giiker Smartcube

Mein drittes Video über den Giiker Cube ist nun online. Hierin zeige ich zunächst die Grundfunktionen des Cubeast Timers, der nicht als App installiert werden muss, sondern der als Website im Browser geöffnet wird. Wenn der Browser bluetooth-fähig ist (z.B. Chrome und Edge), dann geht das auch am PC.

Des Weiteren zeige ich, wie man sogenannte „Screen Only“ Solves machen kann, also nur mit Blick auf den Cubeast-Bildschirm (und ohne die Cube-Abbildung dort zu drehen). Der Cube selbst bleibt dabei z.B. unter der Tischplatte verborgen. Man zwingt sich also zu besserer Recognition von 2 Seiten und zu Solves ohne Rotations.

Solche „Screen Only“ Solves lohnen sich insbesondere, wenn Euer Giiker schon dazu neigt, öfters mal die Synchronisation mit der App zu verlieren. Anstatt ihn wegzuschmeißen könntet Ihr ihm z.B. auch die Sticker der Ecken und Kanten entfernen. Nur die Center-Sticker würde ich drauf lassen, damit Ihr wisst, wie Ihr ihn zum Scramblen und zum Lösen halten müsst. Natürlich kann man auch mit ein paar Testdrehungen einen komplett schwarzen Cube in die richtige Lage bringen, und vielleicht sieht das noch cooler aus. 😎

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Der Hakatashi-Timer für den Giiker Smartcube

Nachdem ich im vorigen Artikel die offizielle Supercube App für den Giiker Smartcube vorgestellt habe, kommen wir nun zur ersten Website für den Giiker und gleichzeitig zum ersten Smartcube Timer, der herstellerunabhängig entwickelt wurde.

Man muss die Website in einem bluetooth-fähigen Browser öffnen, also entweder am Handy, oder am PC mit Chrome oder Edge. Im folgenden Video zeige ich beide Wege.

Den Timer von Hakatashi könnt Ihr über den folgenden Link öffnen. Dort wird das erste Modell, der Giiker i3, unterstützt. Solltet Ihr den i3s oder i3se haben und dieser nicht mit dem Hakatashi-Timer funktionieren, dann öffnet den zweiten Link. Dort hat User Kabelbinder das Timer-Projekt an die neueren Giiker angepasst. Optisch und von der Bedienung hat er aber anscheinend nichts geändert:

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Die Supercube App für den Giiker Smartcube

Für den Giiker Smartcube ist die App „Supercube“ die offizielle App des Herstellers. Sie erschien 2018 und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Vieles darin richtet sich eher an Anfänger, beispielsweise die Erstellung von Zauberwürfel-Mustern nach Anleitung (gibts auch hier für Cubes ohne Bluthut). Ebenso die Spiele und das natürlich das (auf dem Kopf stehende) Tutorial.

Für den etwas fortgeschritteneren Cuber sind wohl der „Battle“-Modus und der Timer am wichtigsten. Ich habe gestern ein Video über die Supercube App aufgenommen, das allerdings ein wenig Ergänzung vertragen kann:

Zum Einen seht Ihr rechts, dass man die Sprache der App auf Deutsch umstellen kann; im Video steht sie noch auf Englisch. „Battle“ wird nun sehr martialisch mit „Schlacht“ übersetzt statt mit „Wettkampf“.

Wichtiger – und darauf wurde ich gleich per Mail sogar noch vor Erscheinen dieses Artikels hingewiesen – ist, dass es doch Statistik-Funktionen in der Supercube-App gibt. Auch kann man den Solve nochmal abspielen, Schritt für Schritt CFOP, also Cross, F2L, OLL und PLL. Für die Freunde der Anfängermethode geht das wohl auch. Weiterlesen

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Windmill Wall Cube, selbstgebastelt

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Heute zeige ich Euch einen relativ einfachen „Mod“, mit dem Ihr einen interessanten Cube beinahe selbst herstellen könnt. Ihr braucht als Werkzeug nur Eure Fingernägel. Und als Cube, der gemoddet wird, einen Windmill Cube, wie hier rechts abgebildet. Der ist, zusammen mit dem Fisher Cube, eine der bekanntesten Formvarianten des normalen 3×3 Cubes. Weiterlesen

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Wozu überhaupt Smartcubes?

Der erste Kommentar zum gestrigen Artikel über meine diversen Smartcubes kam von Klaus L. und hat die wichtige Frage aufgebracht:

Was kann der denn, bzw. was kann man mit dem, was mit einem Dumbcube nicht geht? (Abgesehen vom Akkuaufladen) 🙂

Und weil das ja nicht selbsterklärend ist, hier schon einmal ein kurzer Überblick, bevor ich dann später in diversen Artikeln mit Videos etwas mehr zeigen werde: Weiterlesen

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Blauzahn-Schlauwürfel

Einer der schönen Aspekte am Zauberwürfel-Hobby ist die nostalgische Komponente. Jeder denkt sofort an die 1980er, für die Rubik’s Cube quasi ein Synonym geworden ist. Ein Gegenstand, der mit Intelligenz und Herausforderung in Verbindung gebracht wird, ganz ohne Elektronik.

Daher wird es Zeit, mal ein paar Artikel über Bluetooth-Smartcubes (und was inzwischen so dazu gehört) zu veröffentlichen, um diesen schönen Eindruck zu zerstören. 😉

Ich habe nun in der Kategorie Zauberwürfel eine Sub-Kategorie Bluetooth-Cubing eingerichtet, um über meine Erfahrungen mit den drei grundlegenden Familien von Smartcubes zu berichten, von denen ich je ein Exemplar besitze. Aber auch den Gan Robot werde ich hier vorstellen, ebenso diverse Apps und Websites, die Smartcubes unterstützen. Rechts im Menü könnt Ihr die neue Sub-Kategorie finden, in der diese Artikel gesammelt werden. Zunächst aber mal ein Blick auf die Hardware und die Ladesysteme: Weiterlesen

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