Google will mich ärgern

Hallo Freunde der dreidimensionalen Drehpuzzle,

heute mal was Zweidimensionales: Nämlich Internet. Und insbesondere WordPress. Und Google. In diesem Editorial geht es nicht um Cubes, sondern sozusagen um den Maschinenraum dieser Website. Also schnell weiterklicken, wenn Euch das nicht interessiert.

Als ich vor fast 10 Jahren anfing, über Zauberwürfel zu bloggen (damals noch auf rolandroid.wordpress.com), war die mobile Nutzung noch eher ein Neben-Aspekt. In erster Linie musste die Website auf dem PC gut aussehen und gut funktionieren. Auch als ich dann vor ca. 4 Jahren begann, alles hierhin nach freshcuber.de umziehen zu lassen, war mir persönlich ein brauchbares Layout am PC wichtiger als das sogenannte „responsive Design“ am Handy.

Allerdings habe ich schon darauf geachtet, dass sich die Seite mit dem Theme „Twenty Ten“ auch mobil gut lesen lässt. Nicht wie mittlerweile üblich durch ein automatisches Umsortieren der einzelnen Seitenbereiche je nach Endgerät. Sondern dadurch, dass man in das Gesamt-Layout per Fingergeste hineinzoomen kann. Es bleiben zwar zwei Spalten, aber man kann sich ja die gewünschte Spalte groß ziehen. Das fand ich eigentlich die perfekte Lösung, zumal ich ja ohnehin fast alle Bilder zum Vergrößern anklickbar mache.

Google allerdings hält nichts von skalierbaren Layouts. Die wollen unbedingt „Responsive Design“. Solange nur der Hinweis eingeblendet wurde „Diese Seite ist nicht für Mobilgeräte optimiert“, war mir das relativ egal. Der Besucher merkt ja sehr schnell, dass sie dennoch gut benutzbar war.

Nun aber hat Google vor einigen Wochen begonnen, solche Seiten gar nicht mehr zu listen. Selbst wenn man z.B. „freshcuber skewb“ googelt, oder gar „freshcuber.de skewb“, erscheint alles Mögliche, nur nicht freshcuber.de. Jedenfalls nicht auf dem Smartphone. Gar nicht nett, Herr Gugel.

Was also tun? Es gibt Websites, die einem erklären, wie man ein bestehendes Theme „responsive“ macht. Aber ich kann nicht genug compunesisch für solche Tricksereien unter der Motorhaube. Child-Themes unterstützt „Twenty Ten“ überdies nicht (hab ich gelesen). Also ein aktuelleres Theme nehmen, das von vorneherein „responsive“ ist? Leider habe ich nichts gefunden, auf das ich gerne wechseln möchte. Es sollte in der Lage sein, die Homepage neu zu layouten, ohne dass ich bei hunderten Artikeln noch nacharbeiten muss, weil Bilder nicht mehr passen, Menüs nicht mehr ausklappen, etc.

Warum nur hat WordPress es nicht für nötig erachtet, die älteren Standard-Themes, die noch nicht responsive sind, entsprechend upzudaten? Oder halt z.B. als „Twenty TwentyOne“ ein Theme zu veröffentlichen, das ein möglichst ähnliches Layout mit ähnlichen Menü- und Widget-Bereichen ermöglicht wie die Klassiker vergangener Jahre? Nunja, schade, warum auch immer…

Momentan habe ich erst einmal ein uraltes Plugin installiert, dass schon vor 11 Jahren „Twenty Ten“ responsive machen konnte. Glücklicherweise läuft es im Prinzip noch. Und so hoffe ich, dass Google meine Seite demnächst auch wieder auf Smartphones und Tablets in den Suchergebnissen anzeigt.

Weshalb ich das alles erwähne? Nun: Sollte es jetzt durch diese Änderung zu Problemen in der Darstellung kommen, lasst es mich bitte hier in den Kommentaren wissen.

Ein Problem ist mir schon aufgefallen: Die Textbreite auf dem Smartphone ist im Hochformat etwas zu breit gesetzt. Dadurch muss man waagerecht scrollen, oder man dreht das Handy horizontal. Die schöne Zoomfunktion wird jedenfalls durch das Plugin nun kaputt gemacht. Danke, Google!

Aber vielleicht findet sich ja unter den treuen Lesern jemand, der sich mit WordPress besser auskennt. Am besten jemand, der ne riesige Website mit „Twenty Ten“ Theme betreibt und das Problem perfekt gelöst hat. Und mir nun helfen möchte, zu einem besseren Layout zu kommen. Ob 2010 oder 2022 sei mal dahingestellt.

Und wie geht’s jetzt grundsätzlich weiter?

Bleibt die Frage, was bis dahin zu tun ist. Die Seite freshcuber.de kostet Domain- und Hosting-Gebühren bei Strato, ich muss mich um Aktualisierungen von WordPress und seinen Plugins kümmern (ebenso PHP, etc.). Ich kann dabei nur hoffen, dass immer alles glatt geht. Denn wenn WordPress mal richtig klemmt, komm ich sehr schnell an meine Grenzen.

Da ist eine Seite wie unser Gemeinschaftsblog cubingfreunde.wordpress.com schon wesentlich idiotensicherer (ebenso der Vorgänger von freshcuber.de, rolandroid.wordpress.com). Davon habe ich ja auch schon im Vorstellungs-Artikel über den Cubingfreunde-Blog geschrieben. Erfahrene Administratoren erledigen die Updates im Hintergrund. Als Autor und ahnungsarmer Admin habe ich damit nichts zu tun. Solange man bei dem kostenlosen Paket bleibt, würde der Blog sogar den Bankrott oder Tod des Admins überleben. Wäre ja schade, wenn in 50 Jahren keine brauchbaren deutschsprachigen Zauberwürfel-Lösungen mehr im Web zu finden sein würden. 😉

Ein paar Einschränkungen hätte eine kostenlose Freshcuber-Variante allerdings: Man kann keine eigenen Plugins installieren; also auch nicht das Podcast Plugin. Dann müsste man den Podcast über andere Dienste wie z.B. Anchor betreiben, oder einfach mit der Youtube-Variante vorlieb nehmen.

Außerdem gibt es natürlich weniger Speicherplatz für Fotos. Für das Meiste wird der Platz aber reichen. Den Rest bindet man über Instagram ein, wie es der neue Editor kann, den ich im Cubingfreunde-Blog ja regelmäßig nutze.

Die URL (also freshcuber.de momentan) wird sich dann natürlich auch ändern. Vor anderthalb Jahren habe ich freshcuber.wordpress.com aber schon reserviert. Was meint Ihr? Soll ich wechseln/auslagern, oder soll ich nicht? Schreibt mir Eure Meinungen, Ideen und Hilfsangebote in die Kommentare. Ab 100 Kommentaren beginne ich dann mit der prozentualen Auswertung. 😉 Mal sehen, ob nach einigen Wochen Google-Ignoranz überhaupt noch Leser hier vorbeischauen.

 

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10 Antworten zu Google will mich ärgern

  1. Bettina sagt:

    Hallo Roland
    nach vielen Jahrzehnten habe ich meinen Cube von ca. 1980 wieder hervorgeholt – wegen Enkel und inkl alter Anleitungen. Ich konnte nur die erste Platte und gerade noch die 2. Aber für die 3. brauchte ich die Anleitung. Als die Schnelldreher kamen, war ich arg verwundert, konnte mir das aber nicht erklären. Selbst als Logical und Mathe Spezi. Okay, dazu fehlte mir vermutlich auch die Geduld.
    Jetzt habe ich über meine Tochter und den Enkel (der blitzschnel ist), Deine Anleitung gefunden. Ah, das geht viel einfacher und mit weniger Schritten und auch wegen der neuen Mechanik heutzutage so schnell.

    Zum Thema, d.h. Umzug, komme ich leider zu spät. Schade, daß ich das nicht vorher gelesen habe. Ich hätte gerne geholfen, zumal mein Mann und ich Webentwicklung (mit dem CMS Drupal) machen. Zumindest kenne ich Dein Problem mit mobile first. Wir mußten damals nach und nach auch alle Kunden-/Eigen-Projekte umstellen. Und WordPress haben wir nur mal aus Spaß ausprobiert, um vergleichen zu können. Nicht unsere Wahl, aber halt das bekannteste CMS. Für mein Lieblingstheme gab es auch kein Update.
    Solltest Du mal Fragen haben, die nicht tiefstet WP ist, kannst Du Dich gerne an mich wenden.

    • Hi Bettina, vielen Dank, dass Du Dir auch Gedanken um den Blog-Umzug machst. Von Drupal habe ich immerhin schon gehört; mit Typo3 hab ich auch mal nen anderen Blog versucht. Das ist alles nix für mich. Wenn ich mich da noch tief eingraben muss, bleibt weniger Zeit für die Inhalte – und die machen mir mehr Spaß als das Administrative.
      Daher denke ich, die Enscheidung war schon richtig. Ich bastel jetzt regelmäßig nochmal an den Artikeln, was denen auch gut tut. Es ist besser als ein automatisiertes Übernehmen, denn so les ich meinen eigenen Kram nochmal und ergänze/korrigiere auch, wo es mir sinnvoll erscheint. Die Jahrgänge 2012 bis 2018 sind nun komplett umgezogen nach freshcuber.wordpress.com und den Rest schaff ich auch noch.
      LG, Roland

      PS: Witzigerweise stört sich Google jetzt nicht mehr so daran, dass der alte Blog nicht responsive ist. freshcuber.de erscheint in der Suche noch immer deutlich besser platziert als freshcuber.wordpress.com – was mich langsam auch ärgert. Komplett aus der Indizierung rausnehmen will ich freshcuber.de aber auch nicht, denn sonst finden Spottifei und Äppel etc. vermutlich den Podcast nicht mehr.

  2. Pingback: Freshcuber-Podcast, Folge 35 | freshcuber.wordpress.com

  3. Pingback: Der neue Cubing-Blog von Roland | freshcuber.wordpress.com

  4. Pingback: Freshcuber zieht (sich) um | Rolands Zauberwürfel-Blog – freshcuber.de

  5. Heiko sagt:

    Hey Roland,
    erstmal dickes Lob und vielen Dank an dich: Was du hier betreibst, erfordert jede Menge Zeit und Mühe. Deine Seite ist für mich ein Standard-Nachschlagewerk zum Thema Cubing in Deutschland geworden. Ich selbst habe zum Thema Speedcubing noch viel vor mir, habe vor kurzem erst F2L gemeistert und mit 2-Look-OLL und PLL begonnen. Deine Ausführungen dazu sind einfach super!
    Aber zur Sache: WordPress kann einem echt Kopfschmerzen verursachen. Ich betreibe selbst eine relativ simple Seite zum Thema Unterwasserfotografie und muss mich in letzter Zeit auch immer wieder mit Themen wie Mobilfreundlichkeit und Responsiveness rumschlagen. Ich hatte nur zugegebenermaßen das Glück, mich relativ früh für ein Theme zu entscheiden, das vom Anbieter gut gepflegt und ständig aktualisiert wird. WordPress selbst hat natürlich kein Interesse daran und vermutlich auch nicht die Ressourcen, ihre alten Themes wie Twentyten ständig weiterzupflegen, wo sie doch (sinnloserweise) jede Saison ein neues rausbringen.
    Mach doch mal ein Backup von deiner Installation, setz dir eine 2. WordPress-Installation bei Strato auf – sozusagen als Entwicklungs- und Testumgebung – lade dein Backup da rein und experimentier einfach ein bisschen mit anderen Themes. Vielleicht stößt du ja mehr oder weniger zufällig auf eins, das du ohne große Anpassung verwenden kannst. Keine große Hilfe, ich weiss. Ich verstehe auch deinen Schmerz mit den vielen Seiten und Beiträgen, die du bereits erstellt hast und nicht alle einzeln händisch nachführen kannst.
    Ob die kostenlose bei WordPress gehostete Variante alle deine Probleme lösen würde, weiss ich ehrlich gesagt nicht. Für mich persönlich wäre es keine Option, allein schon wegen der Plug-In-Thematik. Falls du dich aber dafür entscheidest, kannst du deine Strato-Domain freshcuber.de immernoch auf das kleinste Paket downgraden um Kosten zu sparen und nur eine Weiterleitung auf freshcuber.wordpress.com einrichten.

    • Roland sagt:

      Auch Dir vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Auf Testumgebung und sowas hab ich irgendwie auch keine Lust. Es funktioniert ja nun auch mit dem Plugin, und Google akzeptiert freshcuber.de nun auch wieder mobil.

      Die kostenlose Version hätte den Vorteil (genau wie unser Gemeinschaftsblog cubingfreunde.wordpress.com), dass es „für die Ewigkeit“ ist. Also auch noch nach meinem Impftod im September (ach nee, der ist ja schon vorbei) noch ne Weile funktionieren wird, auch z.B. wenn mein Bankkonto nicht mehr existiert.
      Daher experimentiere ich gerade ein wenig mit freshcuber.wordpress.com

    • Bettina sagt:

      Na ja, weil es von mehreren erwähnt wurde: Strato ist nicht der einzige Hoster und vor allem nicht der beste. Viele nehmen gerne all-inkl. (Andere Alternativen lasse ich mal weg.) Was für die WP Seite spricht, ist Dein Argument, daß Du Dich um nichts mehr kümmern mußt. Das ginge sonst nur bei html-Seiten. Aber man erwartet inzwischen immer mehr von einer Webseite. Im Mommnet wird oder wurde gerade die 50%mobileUser Linie überschritten. Das kann ich mir als Nutzer nicht vorstellen, aber als Entwickler muß man das berücksichtigen, d.h. Seiten werden inzwischen für mobile Geräte geschrieben und dann für größere Bildschirme angepaßt.

  6. Lutz sagt:

    Hallo Roland,
    das ist natürlich mal wieder ein schlimmes Beispiel wieviel Macht Google eigentlich hat und man kann sich leider nicht dagegen wehren.

    Ich hätte vielleicht zwei kleine Ideen, bin aber wahrscheinlich bzgl html genauso fit wie du weil wir ähnliche Jahrgänge sind, nur dass du im Gegensatz zu mir doch viel schneller den Würfel lösen kannst 🙂

    Idee Nr 1:
    Man könnte evtl austesten wo genau Google scannt ob man responsive design verwendet und dann liefern was gewünscht ist, nur dass dahinter kein responsive design steckt sondern quasi nur ein Fake,

    man setzt quasi diese Kommandos wie:
    @media only screen and (max-width: 1200px)
    @media only screen and (max-width: 400px)
    an, jedoch reagiert darauf nicht weiter und ändert weder irgendwelche Schriftgrößen noch etwas anderes, somit hätte man ein responsive design als Kommando im Code jedoch lässt man die Seite wie sie ist,

    Idee Nr 2:
    Man erstellt zusätzlich eine grosse Seite mit allen Links und entsprechenden Schlagwörtern die ganz brav das responsive design erfüllt,
    auf dieser Seite findet der Nutzer alles wonach er sucht und bekommt einen Link
    zu deinen jeweiligen Originalseiten die einfach so bleiben sie sie sind,

    Aber ich weiss, es ist alles zusätzlich administrativer Aufwand den du jetzt schon in erheblichem Maße hast,

    Viel Glück und lass dich bloss nicht von diesem Riesen unterkriegen

    • Roland sagt:

      Danke für Deine ausführliche Antwort. Ehrlich gesagt, hab ich überhaupt keine Ahnung, wo ich Deinen Vorschlag 1 eintragen müsste. Extra CSS und son Zeug verwende ich bisher überhaupt nicht.
      Mit meiner jetzigen Lösung, dem Uralt-Plugin, das mein Theme responsive macht, bin ich einigermaßen zufrieden. Ist zwar nicht perfekt, diese Mobil-Ansicht, aber Google zeigt freshcuber.de auch auf Smartphones nun wieder als Suchtreffer an.
      LG, Roland

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