Cubing in Tibet

Quelle: Wikipedia – CC BY-SA 3.0

In meinem alten Rolandroid-Blog hatte ich im August 2012 einen Artikel über eine Competition in Lhasa/Tibet. Beim Durchstöbern des Blogs kam er mir wieder auf den Bildschirm, und ich hab mal nachgeschaut, wie sich das SpeedCubing auf dem Dach der Welt weiterentwickelt hat. Leider gar nicht. Nach wie vor ist die Tibet Open 2012 die einzige, die man in der WCA-Datenbank findet, wenn man nach Tibet oder Lhasa sucht:

https://www.worldcubeassociation.org/competitions/TibetOpen2012/results/all

Ein Blick auf die Ergebnisse der Comp ist trotzdem interessant. Wie man sieht, war Rubik’s Magic wesentlich beliebter als Rubik’s Cube. Magic gibt es ja seit 2013 nicht mehr bei offiziellen Wettbewerben.

Insgesamt 17 Teilnehmer, 15 bei Magic und 3 beim 3×3. Nur ein einziger Teilnehmer ist also bei beiden Disziplinen angetreten. Alle 3 Teilnehmer beim 3×3 kamen demnach aufs Siegertreppchen, mit gut 3 bzw. 5 Minuten. Da mögen wir vielleicht heute drüber schmunzeln, aber wenn man sich klar macht, dass die Teilnehmer dort vermutlich kaum Zugriff auf Youtube etc. hatten, ist das schon verständlich. Für alle drei war es der erste (und leider auch einzige) Wettbewerb. Wie schnell wäret Ihr wohl heute, wenn Euch als Anleitung maximal ein Zauberwürfel-Buch von 1982 zur Verfügung stünde, in dem noch nix von Fridrich oder CFOP steht?

Unter den Teilnehmern in Tibet ist Fangjuan Chang die einzige, die mehr als einen Wettbewerb in ihrer WCA-Statistik vermerkt hat, und zwar inzwischen 117 Competitions (!). Von 2009 bis 2012 hat sie (unter Anderem) Magic und Master Magic gemacht, aber den 3×3 erst ab 2014. Ihre bisher einzige Goldmedaille hat sie sich in Lhasa geholt – bei der einzigen Competition, die je in Tibet stattgefunden hat.

 

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Ein Kommentar zu Cubing in Tibet

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