Infinity Cube (und Star Cube)

Heute mal ein Thema ganz am Rande der Zauberwürfelei, denn es geht zwar um Würfel, aber diese werden nicht gedreht, sondern geklappt. Und „lösen“ im rubikschen Sinne muss man sie auch nicht. Es ist der Infinity Cube, der Endloswürfel.

In meinem neuen Cube-Regal, das ich heute aufgehängt habe, ist noch Platz, und so haben nun alle 3 (bzw. 4) Infinity Cubes meiner derzeitigen Sammlung ein neues Zuhause. Nun stelle ich sie Euch einzeln vor:

In der Kölner Stadtbibliothek, wo ich vier Mal im Jahr einen Zauberwürfel-Workshop samt Cubing-Treffen leite, sah ich im letzten Jahr einen Infinity Cube, der auf dem 3D-Drucker „in einem Stück“ gedruckt worden war. Obwohl er bewegliche Teile hat, also Scharniere, kann so etwas komplett als ein Werkstück gedruckt werden; eine nachträgliche Montage entfällt also.

Freundlicherweise hat man mir dann auch einen gedruckt, aus knallgrünem Plastik. Wie man erkennen kann, ist das Werkstück nicht nachbearbeitet und erscheint daher ziemlich grob. Aber es lässt sich endlos weiterfalten, ohne dass man je einen Zug zurücknehmen müsste: Aus dem 2x2x2-Würfel wird durch Auseinanderklappen in der Mitte ein 1x2x4-Riegel. Dieser lässt sich längs umfalten und dann die äußeren Enden jeweils zur Mitte falten. Nun hat man wieder einen Würfel und kann neu beginnen. Faszinierend…

Bei einer meiner Hongkong-Bestellungen habe ich mir dann einen schwarzen Infinity Cube mitbestellt. Der ist doch etwas stabiler. Vielleicht werde ich ihn mal mit Stickerfolie so bekleben, dass er einem 2×2-Zauberwürfel möglichst ähnlich sieht. Da allerdings die Gelenke recht viel Platz einnehmen, bin ich mir nicht so sicher, wie gut das letztlich aussehen wird. Daher präsentiere ich ihn erst einmal in Schwarz:

Und außerdem habe ich ja bereits einen Infinity Cube, der wie ein Zauberwürfel aussieht. Meine Oma Margret hat ihn mir geschenkt, und es ist ein wirklich besonderer Würfel. Genaugenommen sind es sogar zwei, auch wenn man das zunächst nicht sieht.

Zunächst verhält er sich wie die oben gezeigten Infinity Cubes. Aus dem „gelösten Zauberwürfel“ wird (über die entsprechenden Zwischenschritte) ein „vermischter Zauberwürfel“ und dann geht es wieder zurück zum „gelösten Zauberwürfel“.

Spannend wird dieser Infinity Cube, wenn man auf einmal merkt, dass man die einzelnen Cubies an manchen Stellen öffnen kann. Dann offenbart dieser Cube das Geheimnis, warum er als „The Amazing STAR CUBE“ vermarktet wird:

Im Innern dieses Cubes steckt ein zweiter Cube bzw. ein Stern. Er lässt sich in 2 Teile zerlegen, und jedes dieser Teile verwandelt sich durch Umklappen entweder in einen Cube oder in einen Stern. Die eine Hälfte bildet entweder den „gelösten“ sechsfarbigen Cube oder einen sechsfarbigen Stern. Und die andere Hälfte den „vermischten“ zwölffarbigen Cube oder einen zwölffarbigen Stern. Doppelfaszinierend…


Wie Ihr seht, ist der Star Cube viel mehr als „nur“ ein einfacher Infinity Cube. Zwar ist er nicht wirklich stabil, und wenn man die beiden Einzelteile jeweils für sich alleine in Würfelform klappt, dann kann man ziemlich hindurch schauen. Als „Fidget-Toy“, also zum dauerhaften Herumspielen, würde ich daher eher einen metallischen Infinity Cube wie z.B. meinen Schwarzen empfehlen. Aber der Star Cube ist natürlich viel eindrucksvoller und macht optisch mehr her. Am besten kauft man sich beide – wenn man denn noch Platz im Cube-Regal hat. Hab ich ja jetzt wieder. 🙂

Der Hersteller des Star Cubes hat einen QR-Code auf der Verpackung angebracht, die zu diesem Video führt. Hier seht Ihr, was der Star Cube so alles kann. Amazing…

 

 

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